Mein Weg zu Otoplasten oder alle guten Dinge sind drei
Seit über sechs Monaten habe ich nun bereits mit dem Gedanken gespielt mir Otoplasten anfertigen zu lassen, auch wenn ich mit meinen Black Foam Sleeves bis dahin recht zufrieden war.
Nachdem ich mich im Netz etwas schlau gemacht hatte, führte beim erster Weg zu Geers, um mich kurz beraten zu lassen. Der Preis war mit 80,- Euro wie im Netz angegeben.
Einige Wochen später habe ich mich dann entschlossen – es sollte nun die richtige Zeit für Otoplasten sein. Der Mensch von Geers sah dies nachdem ich bereits auf dem Stuhl saß etwas anders, denn er hat minimale Verunreinigungen in einem Ohr gefunden, die doch vorsichtshalber von einem Ohrenarzt entfernt werden sollten.
Mein nächster Weg führte mich zu KIND, auch wenn ich wusste, dass die Otoplasten hier 160,- kosten sollen, aber man kann ja mal versuchen zu handeln. Ich war auch schlauer und ließ die nette Dame gleich mal in die Ohren schauen, ob es auch mit den Abdrücken ginge. Die fand meine Ohren in Ordnung, aber wir konnten uns leider preislich nicht einigen, da Sie auch keine Begründung für die 100% Preisaufschlag ggü. Geers liefern konnte.
Nächste Station war nun Amplifon. Nach längerer Recherche gab es hier mehrere Varianten an Otoplasten. Die teuerste Variante sollte 75,- Euro kosten. Einen Tag später hatte ich mich nun wieder einmal entschlossen und ging zu Amplifon. Die nette Dame, die den Preis recherchiert hatte, hatte an diesem Tag frei. Ein junger Mann konnte sich aber erinnern und nahm mir auch gleich die Abdrücke ab. Danach kam er mit dem Auftrag auf dem die Otoplasten plötzlich 150 kosten sollten – das ich dann auch gleich bei KIND hätte bleiben können muss ich nicht ausführen – also wieder keine Otoplasten.
Es waren nun wieder einige Monate vergangen und ich hatte einen freien Tag den ich oder besser meine Frau mit einem Einkaufsbummel verbunden hatte. Etwas Abwechslung sollte ein kurzer Besuch in einem Hörgeräteladen bringen, mit der üblichen Frage nach Otoplasten. Nach einigen ratlosen Gesichtern kam doch noch jemand, der gleich fragte, welches Instrument ich denn spielen würde. Ich erwiderte ich selber spiele kein Instrument, ich lasse spielen und zwar auf meinem MP3-Player. Um es kurz zu machen, die Otoplasten sollten 100 Euro kosten und da mir der Laden sympathisch war, haben mich auch die 20 Euro Aufpreis zu Geers nicht abgeschreckt.
Nach 15 Minuten waren die beiden Abdrücke gemacht. Ich habe versucht deutlich zu machen, wie ich mir die Otoplasten vorstelle. Es sollen nur die vorderen Enden, wie Ear Tips, als Otoplasten erstellt werden und auf keinen Fall der gesamte In Ear eingeschlossen werden.
Obwohl es bis zu zwei Wochen dauern sollte, kam bereits nach 4 Tagen ein Anruf, dass die Otoplasten fertig sind.
Die Otoplasten
Die Otoplasten wurden von Bachmaier erstellt. Der erste Eindruck war etwas enttäuschend, weil sie doch größer ausgefallen sind, als ich aufgegeben hatte. Meine erste Frage war daher, ob man den aus meiner Sicht überflüssigen Teil nicht entfernen könnte, was als möglich angesehen würde. Ich habe sie jedoch erst einmal so mitgenommen.
Das Einsetzen stellt sich zunächst etwas schwieriger dar, als bei den normalen Aufsätzen. Nach einiger Zeit geht es aber fast ebenso schnell wie bisher.
Der Sitz ist natürlich sehr bequem, auch wenn ich selber nun keinen signifikanten Unterschied hinsichtlich der Bequemlichkeit zu den Black Foam Sleeves feststellen kann, die ich auch als sehr bequem angesehen habe. Bei allen Aufsätzen hatte ich jedoch das Gefühl, dass immer nur eine Seite wirklich gut sitzt, weil die Ohrkanäle nicht identisch groß sind. Dieses Problem ist nun behoben.
Der Klang
Ob und wie viel er besser wird hängt sicher maßgeblich davon ab, wie gut die normalen Aufsätze bisher gesessen haben. Ich selber habe schon eine spürbare Verbesserung bemerkt.
Fazit
Ob sich die Investition in Otoplasten lohnt, kann sicher nur jeder selber beurteilen. Es sollte aus meiner Sicht aber erst erfolgen, wenn man grundsätzlich mit dem In Ear zufrieden ist und dies als Optimierung sieht.
Letztendlich sehe vorwiegend den Vorteil, dass man nun die Gewissheit hat einen wirklich optimalen Sitz und somit Klang zu haben. Das ewige probieren von unterschiedlichen Aufsätzen entfällt.



