Meine derzeit größte finanzielle Investition in Sachen In Ears heißt Shure E500, der nach meinen Informationen mit dem neuen SE 530 identisch ist. Beim E500 ist das PTH Modul generell dabei, den SE 530 gibt es mit oder ohne Modul.
Lieferumfang
Wie in dieser Preisklasse zu erwarten, kommt der E500 in einer sehr ansprechenden Verpackung in Form einer Alubox in Würfelform. Auch das sonstige Zubehör in Form von diversen Ear Tips und Kabeln sowie einer Transportbox kann sich sehen lassen.
Beim Auspacken der E500 setzt sich der positive Eindruck fort – die E500 wirken sehr edel.
Aufbau
Die E500 sind bei den Kabeln modular aufgebaut. Bereits bei der Zusammenführung der Kabel von den Kopfhörern ist ein Stecker vorhanden. Es lassen sich so verschieden lange Kabel an die Kopfhörer anschließen und das PTH Modul. Vorteil ist, dass man nicht so viel überflüssiges Kabel hat, was insbesondere bei Playern von Vorteil ist, die man um den Hals oder in der Hemdtasche trägt.
Die Kabelstärke liegt zwischen denen von Westone und UE. Deutlich dünner und fließender würde ich die Kabel besser finden – so sind die Shure nicht wirklich angenehm zu tragen.
Sitz
Durch die große Auswahl an Ear Tips sollte eigentlich jeder einen guten Sitz erreichen. Wie bereits geschrieben, empfinde ich die Kabel als etwas starr und somit wenig fließend, was insbesondere bei Verlauf hinter dem Kopf angenehmer wäre. Im Vergleich zu den UM2 sind die Kabel sehr störend und einer der größten Kritikpunkte.
Isolation
Die Isolation ist in beide Richtungen sehr gut. Bereits ohne Musik werden Außengeräusche kaum noch wahrgenommen. Auch die Außenwelt bekommt bei laufender Musik nichts mit.
Klang
Die E500 haben einen sehr detaillierten mit etwas angehobenen Bässen. Im Vergleich zu den Westone UM2 haben sie weniger Bass und dafür mehr Höhen. Der Klang ist noch ein Stück detaillierter. Auch wenn viele dies anders empfinden, erscheint mir der Klang der E500 sehr hell, sodass ich diesen auf Dauer – insbesondere mit einem hell abgesimmten Player – als anstrengend empfinde.
PTM Modul
Wie eingangs geschrieben wird dieses zwischen Player und KH geschaltet. Ziel ist es auf Schalterdruck die Umgebung, also Gespräche, über ein Micro um PTH Modul über die KH zu hören, um diese nicht aus dem Ohr nehmen zu müssen. Die Empfindlichkeit kann dabei eingestellt werden – bei Bedarf läuft also auch die Musik im Hintergrund.
Leider ist das PTH Modul so groß wie ein mittlerer Flashplayer und durch die notwendige Batterie auch nicht federleicht. Ich habe es bisher noch nie benutzt.
Fazit
Sicher gehören die Shure mit den UE TF 10 zu den besten In Ear Kopfhörer von der “Stange”, die es derzeit gibt. Bemängeln kann ich nur das mir subjektiv zu starre Kabel mit einem hohen Gewicht. Insbesondere wer von Westone In Ears kommt wird dieses Kabel als schrecklich empfinden.
Mit Preisen ab 380 Euro (SE 530) dürfte er jedoch für viele außerhalb des Budgets liegen, wobei Sie in den USA bei dem derzeitigen Dollarkurs sicher deutlich günstiger zu kaufen sind. Im Vergleich zu dem Westone UM2, die in Deutschland rund 300 Euro kosten, würde ich die SE530 wählen, wenn es um Detaillierung und neutralen Klang geht. Mein subjektiver Eindruck ist, dass sie mit einem sehr hell abgestimmten Player wie dem Clix2 schnell zu hell werden. Mir gefallen da die UM2 aktuell besser, auch wenn es nach den üblichen Kriterien eigentlich die schlechteren In Ears sind – mir machen sie aber mehr Spaß und haben einen unvergleichen Tragekomfort.