Lange Zeit habe ich gezögert mir die Triple.Fi 10 zu kaufen. Das lag nicht nur an dem Preis, es hatte mich vielmehr der erwartete Tragekomfort abgeschreckt .
Da der Preis in den letzten Monaten deutlich gefallen ist, habe ich dann doch einen Test gewagt. Inzwischen sind die Triple.Fi in den USA für unter 200 Euro zu bekommen – Zoll + MwSt unberücksichtigt.
Die Triple.Fi werden mit dem üblichen UE Zubehör geliefert, wozu eine Aufbewahrungsbox gehört, die bei den TF noch etwas edler aussieht.
Das Kabel erscheint mit auch etwas dünner und geschmeidiger, als bei den mir bekannten Super.Fi 5EB von UE. Typisch für die Kabel von UE ist die Möglichkeit diese zu wechseln, sowie der eingelassene Draht im oberen Bereich, um einen besseren Sitz am Ohr zu ermöglichen. Auch wenn ich die UE Kabel besser als die der Shure E500 empfinde, sind die Westone Kabel nach wie vor in Sachen Tragekomfort ungeschlagen.
Wie ist nun der Sitz im Ohr wirklich? Ich habe die TF mit diversen Aufsätzen – auch von Shure – getestet. Sobald Sie im Ohr sitzen ist der Tragekomfort eigentlich nicht mehr unterschiedlich zu anderen In Ears. Sie sitzen jedoch nicht so bombenfest wie z.B. die Shure oder Westone die direkt im Ohr liegen. Die Positionierung des Kabels ist insbesondere für Brillenträger etwas aufwändiger, als bei den Westone oder Shure.
Was bleibt ist die optische Erscheinung. Hier stehen die TF schon deutlich aus den Ohren – böse Zungen meinen wie Strohhalme. Ganz so schlimm empfinde ich es nicht, aber man kann sich sicher nicht mit Ihnen schlafen legen.
Um das Herausstehen etwas zu reduzieren, nutzen viele den Flipside-Mode. Es werden hierzu einfach die Kabel an den TF getauscht, sodass man die In Ears verkehrt herum einsetzen kann, wodurch sie näher am Ohr liegen. Das führt aber nicht immer zu einem guten Ergebnis und einen besseren Sitz – testen sollte man es aber mal.
Klang
Der Klang ist bisher das Detaillierteste und Räumlichste, was ich bisher gehört habe. Der Bass geht unheimlich tief runter. Gegenüber den Shure E500 empfinde ich dies noch als einen Schritte nach vorne. Es muss einem jedoch klar sein, dass man zwar einen wirklich tief gehenden und detaillierten Bass bekommt, der von der Quantität jedoch noch geringer ist, als bei den E500.
Fazit
Die TF10 sind sicher, wie bereits geschrieben, hinsichtlich Auflösung und Klang so ziemlich das Beste, was man aktuell abgesehen von Customs In Ears bekommen kann, sofern man einen möglichst neutralen Klang als das Maximum ansetzt. Ich persönlich tendiere aber nach wie vor zu den UM2, weil Sie bei Pop- und Rockmusik einfach noch mehr Spaß machen, obwohl sie klanglich eigentlich mit den E500 und TF10 nicht mithalten können.