Die Westone 3 werden mit einer kleinen weichen Tasche geliefert, in der sich die mitgelieferten Aufsätze befinden. Diese bestehen aus unterschiedlichen Silikon-Tips sowie Comply Tips. Des Weiteren werden ein Reinigungswerkzeug und ein Kabeladapter mit Lautstärkenregelung und ein Adapterstecker mitgeliefert.
Erster Eindruck
Die W3 wirken durch das glatte und glänzende Gehäuse etwas wertiger als die UM2, die von außen einen eher billigen Eindruck hinterlassen. Die Aufname der Aufsätze ist deutlich kürzer als bei den UM2. Die Kabel, die bereits bei den UM2 sehr leicht und bequem waren, sind bei den W3 noch etwas weicher ausgefallen. Der Gummiüberzug am kabel ist nun in schwarz gehalten, was ich positiv finde. Das Transparente Gummi der UM2 sah nach einiger Zeit üblichweise eher gelblich aus.
Der Einsatz ins Ohr mit den Black Foam Sleeves, die ich auch bei den UM2 nutze, stellte sich etwas schwieriger da. Sie sitzen nicht gleich so perfekt wie die UM2 in meinen Ohren.
Der Klang
Auf den Klang möchte ich nur kurz eingehen, da mir aktuell die Zeit fehlte einen genauen Vergleich mit anderen In Ears durchzuführen.
Die W3 wurden ja schon lange erwartet und hatten bereits vorab viele Lohrbeeren erhalten. Die Erwartungen waren also entsprechend groß, zumal auch der Preis kaum zu toppen ist.
Beim ersten hören bleibt ein “Wow” zunächst aus. Sie klingen zweifelslos gut, aber ein völlig neues Klangerlebnis ergibt sich natürlich nicht. Mit dem Klang der UM2 haben die W3 nichts mehr gemein. Die Mitten- und Bassbetonung der UM2 haben die Westone 3 nicht.
Sie klingen deutlich neutraler, wobei der Bass noch tiefer geht als bei den UM2. Auch hinsichtlich der Details und Räumlichkeit liegen die Westone 3 vor den UM2. Ob sie letztendlich auch einen höheren Klanggenuss bieten, muss ssicher jeder selber entscheiden. Die UM2 machen aufgrund ihrer Abstimmung bei Pop und Rock sehr viel Spaß.
Update: nach nunmehr einigen Wochen mit den W3, habe ich immer mal wieder auf die UM2 gewechselt. Wie so oft bei In Ears, merkt man den Unterschied meist erst richtig, wenn man von einem sehr guten auf einen etws schwächeren In Ear wechselt. So ist es auch bei den W3 und UM2: Die W3 bieten deutlich mehr Details und eine größere Bühne, sodass man beim Wechsel zu den UM2 unweigerlich etwas vermisst.