Die Westone UM1 sind Single Driver und fürs In Ear Monitoring ausgelegt. Sie werden mit einer Transportbox und verschiedenen Comply Canal Tips geliefert. Es empfiehlt sich gleich noch andere Ear Tips wie z.B. Triflanges von Shure mitzubestellen (siehe auch die Kategorie “Ear Tips”).
Das gedrehte Kabel wird, wie bei vielen IEMs, über das Ohr geführt. Dies entlastet den Zug auf den Ohrkanal und minimiert Kabelgeräusche. Die Zusammenführung des Kabels kann man entweder im Nacken oder unterm Kinn verlaufen lassen, wobei zweite Variante aufgrund der recht kurzen Kabel bis zur Zusammenführung nicht immer angenehm ist – je nach Kopfgröße. Bei KH von UE und Shure ist hier mehr Raum.
Tragekomfort & Isolation
Der Tragekomfort ist einfach klasse. Bei den richtigen Ear Tips spürt man die UM1 kaum und sie tragen auch kaum auf, da sie in der Ohrmuschel verschwinden.
Auch die Isolation ist, natürlich abhängig von den verwendeten Ear Tips, in beide Richtungen sehr gut.
Klang
Die UM1 haben einen sehr warmen/dunklen Klang, also sehr betonte Mitten. Dies kann man natürlich durch den EQ des Players anpassen, aber nur im begrenzten Rahmen. Auch die Wahl der Ear Tips hat Einfluss auf das Klangbild, wobei die Triflanges zu einem etwas helleren Klangbild führen. Wer aber auf ausgeprägte Höhen im Klang steht, wird mit den UM1 vermutlich nicht ganz glücklich werden.
Wer einen basslastigen Klang mag, muss dies bei den UM1 auch per EQ zusteuern. Der Bass ist ansonsten gut, jedoch nicht besonders betont.
Fazit
Wer ausgeprägte Mitten und dafür weniger Höhen mag, findet mit den UM1 einen guten Kopfhörer in der 100 Euro klasse, der zudem noch einen guten Tragekomfort und Isolation hat. Mit der breiten Ear Tips Palette von Shure, von denen viele auch für die UM1 passen, sollte jeder einen guten Sitz für die UM1 finden.
Inzwischen sind die UM1 auch in Deutschland für rund 120 Euro zu bekommen, was einen Kauf in den USA nicht mehr so interessant macht.