Review / Test iriver Clix2

Der Clix2 scheint derzeit das Top-Modell von iriver zu sein und hat mit rund 260 Euro für die 8GB Variante auch einen stolzen Preis. Dafür erhält man fast zwei Meizu M6 mit 8GB oder einen iPod Classic.

Neben Musik -unterstützt wird neben MP3 auch OGG und WMA, jedoch keine Lossless-Formate wie Flac – spielt der Player auch Videos ab, zeigt Texte und Bilder an und hat ein Radio. Spiele auf Flash Basis sind auch möglich sowie unterschiedliche Themes.

Erster Eindruck
Ob man nun schwarzes Plastik edel oder billig findet, bleibt Geschmackssache. In Kombination mit dem brillianten Display sieht er jedoch wirklich gut aus. Die subjektive Wertigkeit leidet natürlich darunter, dass alle Bedienelemente aus Plastik sind, kommt aber dem Gewicht entgegen.

Bedienung
Der Clix2 wird, wie auch seine Vorgänger, über das D-Click System bedient. Zudem gibt es 5 weitere Schalter an den Rändern für Lautstärke, die Hold-Taste, Power und eine mit unterschiedlichen Funktionen belegbare Taste.

Auch wenn das D-Click System und die Menüs selbsterklärend sind, hat es mich nicht völlig überzeugt. Ich bin kein Freund davon laufend die “Hold-Taste” einzuschalten. In einer Jackentasche benötigt das D-Click System meist noch zu viel Druck um unbeabsichtigt Funktionen auszuführen. Steckt man den Clix jedoch in eine Hemdtasche, wo evtl. noch ein Handy drin ist, geht es nur noch mit der Hold-Taste. Auch der Griff nach dem Player muss sorgsam durchgeführet werden, um keine Funktion auszulösen. Das mag Gewöhnung sein – den großen Vorteil des D-Clicks Systems konnte ich persönlich nicht erkennen.

Schade ist in diesem Zusammenhang, dass der Player keine Öse für ein Band besitzt, sodass man ihn um den Hals tragen könnte. Es gibt in den USA jedoch Silikon Hüllen mit einem Band.

Die Navigation erfolgt wie derzeit üblich über die ID-Tags. Eine Navigation auf Browserebene ist jedoch auch möglich. Eine Playliste kann direkt auf dem Player erstellt werden. Daneben gibt es eine nach Bewertungen und die am PC angelegten Playlisten. Leider unterstützt iriver hier schon seit einigen Modellen nicht mehr m3u-Listen. Sofern man den Player gern im UMS Modus betreiben will, gehen Playlisten nur über die mitgelieferte iriver Plus Software. Im MTP Modus geht es dann auch über andere Software wie den WMP 11 oder MediaMonkey. Die Kombination WMP 11 und Winamp 5.5 macht Probleme mit dem Clix – Winamp stürzt ab.

Display
Das Display hat wirklich eine tolle Brillianz und lässt sich dadurch sehr gut ablesen. Per Einstellung lässt sich das Display um 90 oder sogar 180 Grad drehen. Die Drehung des Displays wird jedoch für Videos ignoriert.

Klang
Der Clix2 hat einen für iriver Player einen sehr hellen Klang. Wenn ich es genau nehme, habe ich bisher keinen Player mit solch einem hellem Klang gehört. Selbst die sonst sehr analytisch daherkommenden iAudios und neuen iPods haben einen leicht wärmeren Klang. Es ergibt sich dadurch ein sehr detailliertes und präzises Klangbild. Subjektiv wirken dagen aber die Klangbilder der wärmer abgestimmten Player wie Meizu oder altere iriver voller imKlang. Ob man dieses neue iriver-Klangbild des Clix2 dem ehemaligen warmen Klang der alten H-Serie vorzieht, bleibt sicher Geschmackssache – ich selber tendierte zunächst zu dem alten Klangbild, habe das Klangbild des Clix 2 inzwischen jedoch sehr zu schätzen gelernt. Insbesondere mit einem etwas wärmer abgestimmten Kopfhörer wie dem UM2 ergibt sich ohne jeglichen EQ ein wunderbarer Klang.

Der Klang lässt sich natürlich noch durch diverse EQ-Settings inkl. eigenem 5 Band EQ sowie SRS-Setting beeinflussen.

Video
Habe ich nur kurz getestet. Ich habe die Videos mit der Standardeinstellung von iriverter für den Clix konvertiert. Die Qualität ist ganz gut und entspricht der von vielen anderen Playern. Bei dem guten Display hätte ich jedoch mehr erwartet. Der iPod bietet da wesentlich mehr Video-Qualität. Die aktuell erschienene Software von iriver werde ich diesbezüglich noch gesondert testen – eventuell ergibt sich dadurch eine bessere Qualität.

Fazit
Es ergibt sich ein etwas gemischtes Bild, da meine Erwartungen bei dem Preis entsprechend hoch waren. Der Klang ist sicher sehr gut, wenngleich man individuell entscheiden muss, ob dieser helle Klang einem selber liegt. Die verwendeten KH dürften dies zudem noch etwas beeinflussen.

Der Clix2 macht einen ausgereiften Eindruck. Mir sind bisher keine größeren Bugs aufgefallen.

Das D-Click System ist Geschmachssache. Es ist zwar einfach zu bedienen, jedoch sehe ich im Praxiseinsatz andere Bediensysteme als eingängiger an gegenüber dem D-Click System in Kombination mit den Schaltern an der Seite. Für eine Bedienung benötigt man zudem meist beide Hände. Man kann sich jedoch recht schnell daran gewöhnen.

Cowon Q5W portabler Multimedia-Player (80 GB 5″ / 12,7 cm Touchscreen-Display) schwarz

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