Review / Test Squeezebox Classic

Schon lange hatte ich die Squeezebox auf der Liste der Geräte, die ich gern mal testen wollte. Immer wieder waren Berichte zu lesen, die der Squeezebox einen sehr guten DAC und somit Klang bescheinigt hatten, der teilweise laut deb Berichten von Geräten in der vierstelligen Preisklasse nicht erreicht wird.

Nachdem der Preis der Squeezebox Classsic noch weiter gefallen war, habe ich spontan eine gekauft.

Meine Erwartungen
Meine Vorstellung zur Squeezebox war, dass ich diese im Zusammenhang mit meinen Kopfhörern und InEars nutze, ggf. in Kombination mit einem Kopfhörerverstärker. Zudem sollte sie an meiner iTeufel Box betrieben werden.

In beiden Fällen habe ich mir einen besseren Klang als in der Kombination mit dem iPod Classic versprochen. Zudem hat ggü. einem MP3-Player nahezu unendlichen Speicherplatz für lossless Formate.

Dies ist sicher nicht die ganz typische Nutzung, da sie ansonsten an eine hochwertige Hi-Fi Anlage angeschlossen wird.

Funktion
Die Squeezebox wird als Streamingclient für die eigene Musik und die Wiedergabe von Internet-Radios eingesetzt. Zwei Dinge sind dazu Voraussetzung:  Die Slimserver Software, die es für diverse Betriebssysteme und auch einige NAS-Systeme (Network Attached Storage) gibt. Das verbreitete uPnP diverser Geräte geht mit der Squeezebox nicht. Zudem muss das Gerät, auf dem die Software installiert ist, Zugriff auf die Musiksammlung haben.

Zudem ist natürlich ein WLAN Netz erforderlich, dass die beiden Komponenten Slimserver und Squeezebox miteinander verbindet.

Überlegungen vor dem Kauf
Wie geschrieben, setzt die Squeezebox einen Rechner voraus, auf dem der Slimserver läuft. Zudem muss natürlich die Musik erreichbar sein, sofern diese nicht auf dem gleichen Rechner wie der Slimserver abgelegt ist.

Vielleicht nicht für jeden wichtig, aber das Thema Stromverbrauch spielt hier eine Rolle bei der Überlegung, wie man die Squeezebox nutzt. Je nach Rechner kann dann der Betrieb mit 100 Watt oder 15 Watt laufen. Ich selber habe mich, nicht nur wegen der Squeezebox, für ein NAS entschieden, auf das ich noch gesondert in einem zukünftigen Artikel eingehe.

Einrichtung
Die Squeezebox selber wird über die Fernbedienung für das WLAN Netz eingerichtet. Zudem wird die IP-Adresse des Rechners benötigt, auf der der Slimserver läuft. Das geht reletiv schnell und problemlos, lediglich bei der Art der Eingabe der IP-Adresse über die Fernbedienung musste ich einmal ins Handbuch schauen, da dies nicht selbsterklärend war. Die Zugangsdaten zum WLAN-Netz müssen natürlich bekannt sein.

Die Slimserver Software lässt sich problemlos installieren. Man wird dann zunächst gefragt, wo die Musik liegt, in dem man den Musikordner angibt. Für zukünftige Playlisten gibt man in der Software einen eigenen Ordner an. Eine Abfrage, ob man sich bei dem Slimserver Dienst registrieren will, ist noch vorgeschaltet – ich ahbe diesen Punkt übersprungen.

Unter dem Punkt “Einstellungen” findet man noch diverse Einstellungen für die Aufbereitung der Musik. Etwas versteckt unter den erweiterten Einstellungen ist das Thema Sicherheit. Diesen Punkt sollte man nach seinen eigenen Bedürfnissen anpassen, da der Slimserver generell Zugriff auf alle Dateien des Rechners bietet.

Ansonsten gibt es diverse Einstellungen und PlugIns, auf die ich hier nicht eingehen will.

Bedienung
Diese trennt sich auf den Sliemserver, den man über den Rechner einrichtet und der Bedienung der Squeezebox über die Fernbedienung auf, wobei beide Systeme natürlich teilweise ineinadergreifen und gleiche Funktionen bieten.

Das Display lässt sich auch aus einiger Entfernung noch gut ablesen, ist dann aber auch nur einzeilig. Die Auswahl bestimmter Menupunkte geht gut, wenngleich nicht sehr schnell, da man recht konzentriert auf die eine Zeile schauen muss. Bei längerer Nutzung wird dies sicher durch Gewöhnung deutlich schneller gehen.

Klang
Die Squeezebox selber bietet wie erwartet keinen EQ o.ä. Sie gibt die gestreamte Musik einfach an das Zielgerät weiter.

Mein erster Versuch war über den Kopfhörerausgang der Squeezebox Musik zu hören – das kann man hinsichtlich Qualität ganz vergessen.

Der nächste Schritt wann dann die Cinchausgänge zu nutzen und diese mit meinem Corda2Move zu verbinden. Dies geht problemlos und bietet sofort ein deutlich besseres Klangbild, als über den Kopfhörerausgang der Box.

Ich habe die Box wie bschrieben in zwei Varianten klanglich getestet: In Kombination mit dem KHV und InEars bzw. Kopfhörer und über den Aux Anschluss meiner iTeufel Box. Verglichen habe ich dies dann mit dem iPod Classic als alternative Musikquelle.

Mein subjektives Urteil ist, dass der iPod hier klanglich in dieser Kombination gewinnt. Die Squeezebox klingt zwar auch gut, aber die Kombination mit dem iPod klingt etwas dynamischer und lebendiger bei mindestens gleicher Detailliertheit.

Fazit
Der von mir erhoffte klangliche Vorteil hat sich zumindest in dieser Kette nicht ergeben. Zudem ist es deutlich aufwendiger den Betrieb der Squeezebox zu starten, als einfach den iPod einzusetzen. Zudem muss man beim iPod die Playlisten nicht neu erstellen, da man mobil und zu Hause die gleiche Quelle nutzt.

Letztendlich kann ich in dieser Kombination aus klanglichen Gründen die Squeezebox nicht empfehlen. In einer anderen Kette an Geräten mag dies wieder ganz anders aussehen, denn ansonsten kann ich mir die vielen sehr positiven Berichte nun erklären. Vielleicht liegt es auch einfach einem meinem subjektiven empfinden.

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